Eine Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als ein Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberendemiegebiet gefordert. Bei der direkten Einreise aus Deutschland ist ein Impfnachweis nicht erforderlich, auch nicht bei Einreise über Südafrika, Sambia oder Zimbabwe. Eine einmalige Impfung gegen Gelbfieber hat im internationalen Reiseverkehr eine lebenslange Gültigkeit.
- Achten Sie darauf, dass sich bei Ihnen und Ihren Kindern die Standardimpfungen gemäß Impfkalender der auf aktuellem Stand befinden. Insbesondere sollte ein adäquater Impfschutz gegen Masern sichergestellt sein.
- Als Reiseimpfungen wird eine Impfung gegen Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Typhus, Meningokokken-Krankheit (ACWY - Konjugatimpfstoff) und gegen Tollwut empfohlen.
Malaria ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Mücken übertragen wird. Der Anteil an der gefährlichen Malaria tropica, verursacht durch Olasmodium falciparum, beträgt in Botsuana über 99%. Eine Karte der Risikogebiete stellt die zur Verfügung. Das Malariarisiko ist saisonal und regional unterschiedlich:
- Ganzjährig hohes Risiko: nördlicher Teil der Provinzen Ngamiland und Chobe, einschließlich Victoriafälle und nördliche Teile des Nationalparks Chobe
- Saisonal hohes Risiko von September bis Mai: übrige Nordhälfte des Landes nördlich des Nationalparks Central Kalahari Game Reserve und nördlich von Francistown (Ausnahmen siehe oben), einschließlich des Okavango-Deltas und der südlichen Teile der Nationalparks Chobe und Subuyu sowie der Nationalparks Moremi, Makgadikgadi Pans, Nxai Pan und der Städte Maun, Pits und Tutume sowie der Seen Nwetwe und Sua
- Saisonal mittleres Risiko von Juni bis August: übrige Nordhälfte des Landes nördlich des Nationalparks Central Kalahari Game Reserve und nördlich von Francistown (Ausnahmen siehe oben), einschließlich des Okavango-Deltas und der südlichen Teile der Nationalparks Chobe und Subuyu sowie der Nationalparks Moremi, Makgadikgadi Pans, Nxai Pan und der Städte Maun, Pits und Tutume, sowie der Seen Nwetwe und Sua
- Ganzjährig mittleres Risiko: Regionen im Südosten des Landes einschließlich der Städte Francistown und Bobonong
- Ganzjährig geringes Risiko: Gebiete in der Südhälfte des Landes (Ausnahmen siehe oben bzw. unten), einschließlich des Nationalparks Central Kalahari Game Reserve und der Städte Serowe, Molepopole und Gaborone
- Malariafrei: Tsabong; Südwesten des Landes inklusive Kgalagadi Transfrontier Park
Beachten Sie zum Schutz vor Malaria die folgenden Hinweise:
- Schützen Sie sich insbesondere in der Dämmerung und nachts konsequent vor Mückenstichen. Benutzen Sie regelmäßig Mückenschutzmittel und tragen entsprechende Kleidung. Verwenden Sie nachts Bettnetze, siehe Schutz vor Insekten.
- Bei Reisen in Gebiete mit mittlerem Malariarisiko, die mehr als 48 Stunden von der nächsten medizinischen Einrichtung mit Möglichkeit zur Malariadiagnostik und -therapie entfernt sind, ist die Mitnahme von entsprechenden Medikamenten (Stand-by-Therapie) zur notfallmäßigen Selbstbehandlung empfohlen. Lassen Sie sich bzgl. der Auswahl entsprechender Medikamente ärztlich beraten.
HIV/AIDS stellt in Botsuana ein relevantes Problem dar. Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionen besteht grundsätzlich ein hohes HIV-Übertragungsrisiko.
- Verwenden Sie stets Kondome, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Wenn Sie Ihre Gesundheit während Ihres Aufenthaltes nicht gefährden wollen, dann beachten Sie folgende Hinweise: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen oder selber Schälen. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht durchführen,. Einmalhandtücher verwenden.
In fast allen Süßwassergewässern Botswanas ist die Bilharziose endemisch (Limpopo und Molopo River, entlang des Okavango und des Chobeflusses). Das Baden, Tauchen und jeder andere Wassersport in Seen und Flüssen (auch im Sambesi) sollte daher unbedingt vermieden werden, siehe Schistosomiasis.
Immer wieder kommt es in Botswana zu lokalen und zeitlich begrenzten Ausbrüchen der Tierseuche Anthrax (Milzbrand). Kontakt mit erkrankten Tieren kann auch für Menschen gefährlich sein. Insbesondere Flusspferde und Büffel können betroffen sein.
Eine wirksame Präventionsmaßnahme ist, sich bei Fuß-Safaris von toten Tieren fern zu halten.
Die medizinische Versorgung in Botswana ist nicht mit der Versorgung in Deutschland vergleichbar. Besonders in den Touristenzentren Kasane und Maun ist eine medizinische Versorgung im Krankheitsfall nur sehr eingeschränkt erhältlich. Außerhalb Gaborones fehlt es vielerorts an medizinischen Fachpersonal und Medikamenten. Planbare Operationen, Eingriffe und Diagnostik sollten in Europa durchgeführt werden.
- Bitte informieren Sie sich daher vorher über Behandlungsmöglichkeiten vor Ort, wenn Sie mit Vorerkrankungen auf Reise gehen.
- Schließen Sie für die Dauer des Auslandsaufenthaltes eine Auslandsreise-Kranken- und Rückholversicherung ab.
- Schließen Sie möglichst eine lokale Evakuierungsversicherung ab, bietet das in Maun ansässige Rettungsunternehmen Okavango Air Rescue einen für den Urlaub im nördlichen Botswana zeitlich befristeten Service (kostenpflichtig) an.
- Nehmen Sie eine individuelle Reiseapotheke mit und schützen Sie diese unterwegs gegen hohe Temperaturen.
- Lassen Sie sich vor einer Reise durch reisemedizinische Beratungsstellen, Tropen- oder Reisemediziner persönlich beraten und Ihren Impfschutz anpassen. Entsprechende Ärzte finden Sie z. B. über die .
Bitte beachten Sie neben dem generellen Haftungsausschluss auch den medizinischen Haftungsausschluss